Die altersbedingte Makuladegeneration erklärt » Wenn das zentrale Sehen nachlässt

Zuletzt aktualisiert am 2. Januar 2026
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Was ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) genau?

Die altersabhängige Makuladegeneration ist eine Erkrankung des zentralen Teils der Netzhaut, der sogenannten Makula, die meist erst im höheren Lebensalter auftritt.

Die Makula, oft auch als „Gelber Fleck“ (Makula lutea) bezeichnet, ist die Stelle des schärfsten Sehens in unserem Auge. Dieses hochspezialisierte Areal der Netzhaut ist für zentrale Sehleistungen wie das Erkennen von Gesichtern, Farben und Umrissen verantwortlich. Sie ist winzig klein, aber essenziell dafür, dass wir Gesichter erkennen, lesen oder feine Details wahrnehmen können. Die Makula ist zudem für die Wahrnehmung von Hell-Dunkel-Kontrasten und feinen Umrissen im zentralen Gesichtsfeld zuständig. Bei der altersbedingten Makuladegeneration kommt es in genau diesem Bereich zu krankhaften Veränderungen. Lichtempfindliche Zellen verlieren ihre Funktion oder sterben ab. Das Tückische daran: Das periphere Sehen, also das Erkennen von Bewegung oder groben Umrissen am Rande des Blickfeldes, bleibt meist erhalten. Betroffen ist „nur“ die Mitte – doch genau diese brauchen wir für fast alle Aktivitäten des täglichen Lebens.

Die Krankheit betrifft vorwiegend Menschen ab dem 60. Lebensjahr, kann in selteneren Fällen aber auch früher beginnen. Da die Lebenserwartung steigt, nimmt auch die Zahl der AMD-Patienten zu. In der Makula herrscht ein besonders intensiver Stoffwechsel, bei dem Abbauprodukte regelmäßig abtransportiert werden müssen, um die Gesundheit der Netzhaut zu erhalten. Es handelt sich um einen schleichenden Prozess, bei dem sich Stoffwechselendprodukte und Abbauprodukte im Auge ablagern, die das Gewebe schädigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die AMD ist eine degenerative Erkrankung der Netzhautmitte, die das scharfe Sehen im Alter bedroht, aber selten zur völligen Erblindung führt, da das Orientierungssehen erhalten bleibt.

Welche Symptome deuten auf eine altersbedingte Makuladegeneration hin?

Die Symptome einer AMD äußern sich meist durch eine Verschlechterung der zentralen Sehschärfe, verzerrtes Sehen oder blasse Farben.

Häufig bemerken Betroffene zunächst, dass sie beim Lesen mehr Licht benötigen oder dass Buchstaben verschwimmen. Ein klassisches Warnsignal ist das Verzerrtsehen von geraden Linien – zum Beispiel erscheint der Rahmen einer Tür oder die Fugen im Badezimmer plötzlich wellig oder gebogen. Im fortgeschrittenen Stadium nehmen Patienten oft einen grauen oder dunklen Fleck genau dort wahr, wo sie hinschauen. Wenn Sie beispielsweise eine Person ansehen, erkennen Sie vielleicht deren Ohren oder Haare, aber das Gesicht selbst wirkt verschwommen oder ist hinter einem Schleier verborgen. Auch das Farbensehen kann beeinträchtigt sein; Farben wirken weniger kräftig und kontrastarm. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu einem fortschreitenden Verlust der zentralen Sehkraft, der sowohl bei der trockenen als auch bei der feuchten AMD auftreten kann.

Wichtig zu wissen ist, dass die Erkrankung schmerzfrei verläuft. Gerade deshalb werden die Symptome oft erst spät wahrgenommen, besonders wenn nur ein Auge betroffen ist und das andere Auge den Sehverlust ausgleicht.

Die Kernaussage lautet: Wenn gerade Linien krumm erscheinen oder Sie einen Schatten im Zentrum Ihres Blickfeldes bemerken, sollten Sie dies umgehend augenärztlich abklären lassen.

Was ist der Unterschied zwischen trockener und feuchter AMD?

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Hauptformen der Erkrankung: die häufigere trockenen Makuladegeneration und die seltenere, aber aggressivere feuchte Form.

Um die Diagnose und die Therapieoptionen zu verstehen, ist es wichtig, den Unterschied zu kennen. Beide Formen haben ihren Ursprung in Stoffwechselstörungen unter der Netzhaut. Die Ursache der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) liegt in einem gestörten Stoffwechsel der Netzhaut, wobei es zu Ablagerungen wie Drusen kommt; bestimmte Risikofaktoren können das Entstehen der Erkrankung zusätzlich begünstigen. Beide Formen entwickeln sich aber unterschiedlich weiter.

Was kennzeichnet die trockene Form der AMD?

Die trockene altersbedingte Makuladegeneration ist die weitaus häufigere Variante und betrifft ca. 80 bis 85 % aller Patienten.

Hierbei lagern sich im Laufe der Jahre Stoffwechselendprodukte, sogenannte „Drusen“, unter der Netzhaut ab. Man kann sich das vorstellen wie „Müll“, den das Auge nicht mehr richtig abtransportieren kann. Diese Ablagerungen stören die Versorgung der lichtempfindlichen Zellen. In der Folge sterben diese Sinneszellen langsam ab. Dieser Prozess verläuft in der Regel sehr langsam über Jahre hinweg. Das Sehvermögen verschlechtert sich schleichend. Obwohl der Verlauf weniger dramatisch ist als bei der feuchten Form, kann auch die trockene AMD im Spätstadium zu erheblichen Einschränkungen führen (sogenannte geografische Atrophie).

Das bedeutet für Sie: Die trockene AMD schreitet langsam voran und entsteht durch Ablagerungen (Drusen), die die Versorgung der Sehzellen behindern.

Was passiert bei der feuchten (neovaskulären) altersbedingten Makuladegeneration?

Die feuchte AMD entwickelt sich fast immer aus einer bestehenden trockenen Form und ist für den Großteil der schweren Sehverluste verantwortlich.

Bei dieser Form versucht der Körper, die schlechte Versorgung der Netzhaut auszugleichen, indem er neue Blutgefäße bildet (Neovaskularisation). Diese neuen Gefäße sind jedoch von minderwertiger Qualität: Sie sind undicht und porös. Dadurch können Flüssigkeit und Blutbestandteile in und unter die Netzhaut austreten. Dies führt zu einer Schwellung der Makula (Makulaödem). Die Folge ist eine sehr schnelle und drastische Sehverschlechterung. Patienten bemerken oft von einem Tag auf den anderen massive Verzerrungen. Unbehandelt vernarbt die Netzhaut, was den Sehverlust irreversibel macht.

Auf den Punkt gebracht: Die feuchte AMD ist ein augenärztlicher Notfall, bei dem undichte Gefäße in die Netzhaut einwachsen und zu schnellem Sehverlust führen können.

Trockene vs. feuchte AMD: Kurzüberblick

Trockene AMD
häufig (ca. 80–85 %)

Langsamer Verlauf durch Ablagerungen (Drusen)

  • Unter der Netzhaut lagern sich Stoffwechselendprodukte („Drusen“) ab.
  • Die Ablagerungen stören die Versorgung der lichtempfindlichen Zellen.
  • Sinneszellen sterben langsam ab – die Sehverschlechterung verläuft schleichend über Jahre.
  • Im Spätstadium sind deutliche Einschränkungen möglich (geografische Atrophie).
Merksatz: Entwickelt sich langsam und entsteht durch Drusen, die die Versorgung der Sehzellen behindern.
Feuchte AMD
seltener, aggressiver

Schneller Sehverlust durch undichte Gefäße

  • Entsteht fast immer aus einer bestehenden trockenen Form.
  • Neue Blutgefäße wachsen ein (Neovaskularisation) – sie sind undicht und porös.
  • Flüssigkeit/Blutbestandteile treten aus → Schwellung der Makula (Makulaödem).
  • Sehr schnelle, drastische Sehverschlechterung, oft innerhalb kurzer Zeit.
Merksatz: Augenärztlicher Notfall – undichte Gefäße können zu schnellem, irreversiblen Sehverlust führen.

Wie können wir die Erkrankung in unserer Praxis in Siegen diagnostizieren?

Wir nutzen in der Augenarztpraxis IRISIOvital hochmoderne bildgebende Verfahren, um selbst kleinste Veränderungen an der Makula sichtbar zu machen. In unserer Augenarztpraxis kommen moderne Diagnoseverfahren wie die OCT-Untersuchung zum Einsatz, um eine präzise Früherkennung und Behandlung von Augenkrankheiten zu ermöglichen.

Der Blick auf den Augenhintergrund (Funduskopie) gehört zur Basisdiagnostik. Dabei leuchten wir in das Auge und können Drusen oder Blutungen oft schon erkennen. Der Goldstandard in der modernen Diagnostik ist jedoch die OCT-Untersuchung (Optische Kohärenztomografie). Mit diesem Gerät erstellen wir Schnittbilder Ihrer Netzhaut in höchster Auflösung – völlig berührungslos und schmerzfrei. Wir können damit genau sehen, ob sich Flüssigkeit im Gewebe angesammelt hat (ein Zeichen für die feuchte AMD) oder wie weit die trockene Degeneration fortgeschritten ist. Auch die Angiografie (Gefäßdarstellung) kann in speziellen Fällen notwendig sein.

Zusätzlich prüfen wir natürlich Ihre Sehschärfe (Visus) und nutzen das Amsler-Gitter, um Verzerrungen im Sehfeld zu identifizieren. Je früher wir die Diagnose stellen, desto besser sind die Chancen, das Sehen zu stabilisieren.

Kurz gesagt: Durch moderne Technik wie das OCT können wir die AMD frühzeitig und präzise diagnostizieren und zwischen trockener und feuchter Form unterscheiden.

Wie funktioniert der Amsler-Gitter-Test für Zuhause?

Der Amsler-Gitter-Test ist eine einfache Methode zur Selbstkontrolle, mit der Sie Veränderungen Ihres zentralen Sehens frühzeitig bemerken können.

Diesen Test können Sie ganz einfach in Ihren Alltag integrieren – ich empfehle meinen Patienten, dies etwa einmal pro Woche zu tun. Das Amsler-Gitter sieht aus wie ein Rechenkästchen-Papier mit einem schwarzen Punkt in der Mitte.
So führen Sie den Test durch:

Achten Sie nun auf das Liniennetz um den Punkt herum. Sind alle Linien gerade? Sind alle Kästchen gleich groß? Oder wirken Linien wellig, verzerrt („Metamorphopsien“) oder fehlen ganze Bereiche (graue Flecken)? Wiederholen Sie den Test anschließend mit dem anderen Auge.

Sollten Sie beim Amsler-Test Wellenlinien oder fehlende Bereiche bemerken, kontaktieren Sie bitte umgehend unsere Praxis, da dies auf eine feuchte AMD hindeuten kann.

Welche Risikofaktoren begünstigen die AMD?

Neben dem Alter spielen genetische Veranlagung und Lebensstilfaktoren wie Rauchen und UV-Strahlung eine entscheidende Rolle.

Das Alter ist der größte Risikofaktor – ab 60 Jahren steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich. Aber wir sind dem nicht hilflos ausgeliefert. Ein ganz wesentlicher, beeinflussbarer Faktor ist das Rauchen. Raucher erkranken deutlich häufiger und früher an einer AMD als Nichtraucher. Das liegt daran, dass das Nikotin und die Giftstoffe die Durchblutung verschlechtern und oxidativen Stress im Auge fördern. Auch UV-Strahlung kann die Netzhaut auf Dauer schädigen. Wer seine Augen jahrelang ungeschützt starker Sonne aussetzt, erhöht sein Risiko. Des Weiteren spielen die Ernährung (Mangel an Vitaminen) und Erkrankungen wie Bluthochdruck eine Rolle. Nicht zuletzt gibt es eine genetische Komponente: Wenn Eltern oder Geschwister betroffen sind, ist das eigene Risiko erhöht.

Ein gesunder Lebensstil ohne Zigaretten und mit gutem Sonnenschutz ist die beste Vorsorge, die Sie selbst treffen können.

In den Industrienationen ist die altersbedingte Makuladegeneration die häufigste Ursache für schwere Sehminderung im Alter und zählt auch weltweit zu den führenden Ursachen für Erblindung.

Wie sieht die Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration aus?

Die Therapie hängt stark davon ab, ob eine trockene oder eine feuchte Form vorliegt – von Nahrungsergänzung bis hin zu Medikamenteneingaben.

In unserer Praxis IRISIOvital legen wir großen Wert auf einen individuellen Therapieplan. Es gibt keine „One-size-fits-all“-Lösung, sondern wir schauen genau, was Ihre Augen in der aktuellen Phase benötigen.

Gibt es eine Therapie für die trockene AMD?

Für die trockene Form gibt es bisher keine Heilung im Sinne einer Operation, aber wir können den Verlauf durch gezielte Nährstoffzufuhr oft positiv beeinflussen.

Hier greift das Konzept der Nahrungsergänzung. Die große wissenschaftliche ARED-Studie (Age-Related Eye Disease Study) hat gezeigt, dass eine bestimmte Kombination aus hochdosierten Vitaminen und Mineralstoffen das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen kann. Dazu gehören Vitamin C, Vitamin E, Zink, Kupfer sowie Lutein und Zeaxanthin. Diese Stoffe wirken als Antioxidantien und schützen die Netzhautzellen vor dem „Verrosten“. Wir beraten Sie in Siegen gerne, welche Präparate sinnvoll sind und wie Sie Ihre Ernährung entsprechend anpassen können (viel grünes Gemüse wie Grünkohl oder Spinat).

Bei trockener AMD setzen wir auf eine verlangsamende Strategie durch optimierte Nährstoffversorgung und Lebensstiländerungen.

Wie behandeln wir die feuchte altersbedingte Makuladegeneration?

Bei der feuchten AMD ist schnelles Handeln gefragt: Durch die Injektion von Medikamenten ins Auge können wir die undichten Gefäße abdichten.

Diese Therapie nennt sich intravitreale operative Medikamenteneingabe (IVOM). Dabei wird unter örtlicher Betäubung ein Medikament (ein sogenannter VEGF-Hemmer) direkt in den Glaskörper des Auges gespritzt. Das klingt für viele Patienten erst einmal beängstigend, ist aber in der Regel völlig schmerzfrei. Das Medikament hemmt den Wachstumsfaktor, der für die Bildung der krankhaften Gefäße verantwortlich ist. Dadurch bilden sich die Gefäße zurück, die Netzhaut schwillt ab und die Sehschärfe kann sich stabilisieren oder sogar verbessern. Diese Behandlung muss meist in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um den Erfolg zu sichern.

Die IVOM-Spritzen-Therapie ist der Goldstandard bei feuchter AMD und kann das Augenlicht oft über viele Jahre retten.

Behandlungsansätze bei AMD - in kürze

Trockene AMD

  • Nahrungsergänzung nach der AREDS-Studie
  • Antioxidative Vitamine und Mineralstoffe
  • Lutein und Zeaxanthin zum Schutz der Netzhautzellen
  • Anpassung von Ernährung und Lebensstil
Ziel: Verlangsamung des Krankheitsverlaufs.

Feuchte AMD

  • Intravitreale Medikamenteneingaben (IVOM)
  • Einsatz von VEGF-Hemmern
  • Abdichtung krankhafter Blutgefäße
  • Regelmäßige Wiederholung der Behandlung
Ziel: Stabilisierung der Sehschärfe und Schutz des Augenlichts.

Sehverlust und Blindheit: Was bedeutet das für Betroffene?

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung, die vor allem die Netzhautmitte – den sogenannten „gelben Fleck“ oder die Makula – betrifft. Dieser Bereich im Auge ist für das scharfe Sehen, das Erkennen von Gesichtern, das Lesen von Buchstaben und das Wahrnehmen feiner Einzelheiten verantwortlich. Wenn die Makula durch die Makuladegeneration geschädigt wird, kommt es zu einer deutlichen Verschlechterung der Sehschärfe im zentralen Gesichtsfeld. Das bedeutet: Die Mitte des Sehens wird unscharf oder von einem dunklen Fleck überlagert, während das äußere Gesichtsfeld meist erhalten bleibt.

Die Symptome und der Verlauf der AMD hängen von der jeweiligen Form der Erkrankung ab. Bei der trockenen AMD, der häufigsten Form, sterben die lichtempfindlichen Zellen der Netzhaut langsam ab. Die Sehkraft verschlechtert sich schleichend, was das Erkennen von Details, Farben und Kontrasten zunehmend erschwert. Bei der feuchten AMD wachsen neue, undichte Blutgefäße unter die Netzhaut, die zu plötzlichen Einblutungen und Flüssigkeitsansammlungen führen können. Dadurch kann sich die Sehschärfe innerhalb kurzer Zeit drastisch verschlechtern. Besonders das Lesen, das Erkennen von Gesichtern oder das Unterscheiden von Hell-Dunkel-Kontrasten wird für Betroffene immer schwieriger.

Die Diagnose der altersbedingten Makuladegeneration erfolgt durch den Augenarzt oder die Augenärztin. Neben der Untersuchung des Augenhintergrunds und speziellen Sehtests kommen moderne bildgebende Verfahren wie die optische Kohärenztomografie (OCT) und die Fluoreszenz-Angiografie zum Einsatz. So können Veränderungen an der Makula frühzeitig erkannt und der Verlauf der Erkrankung genau überwacht werden.

Die Behandlungsmöglichkeiten richten sich nach der Form der Makuladegeneration. Während es für die trockene AMD bislang keine ursächliche Therapie gibt, können bei der feuchten AMD Medikamente direkt ins Auge gespritzt werden, um das Wachstum der krankhaften Blutgefäße zu hemmen. Diese sogenannten VEGF-Hemmer müssen regelmäßig und über einen längeren Zeitraum verabreicht werden, um die Sehschärfe zu stabilisieren oder zu verbessern. Eine einzelne Behandlung reicht in der Regel nicht aus, um den Verlauf dauerhaft zu stoppen.

Für viele Betroffene bedeutet die Diagnose Makuladegeneration eine große Umstellung im Alltag. Tätigkeiten wie Lesen, das Erkennen von Gesichtern oder das Arbeiten am Bildschirm werden zunehmend zur Herausforderung. Hier können spezielle Sehhilfen, wie Bildschirmlesegeräte oder vergrößernde Lupen, wertvolle Unterstützung bieten und die Selbstständigkeit im Alltag erhalten. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft empfiehlt Menschen ab dem 50. Lebensjahr regelmäßige augenärztliche Kontrollen, um Anzeichen einer AMD frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln.

In den Industrieländern ist die altersbedingte Makuladegeneration eine der häufigsten Ursachen für eine erhebliche Sehminderung oder Erblindung im Alter. Das Risiko steigt mit zunehmendem Lebensalter, aber auch Faktoren wie Rauchen, UV-Strahlung und genetische Veranlagung spielen eine Rolle. Eine gesunde Ernährung, der Verzicht auf Rauchen und der Schutz der Augen vor UV-Strahlung können helfen, das Risiko für eine Makuladegeneration zu senken.

Auch wenn die AMD nicht heilbar ist, gibt es heute viele Möglichkeiten, den Verlauf zu verlangsamen, die Lebensqualität zu erhalten und den Alltag mit passenden Hilfsmitteln zu meistern. Regelmäßige Besuche beim Augenarzt, das frühzeitige Erkennen von Symptomen und eine individuelle Beratung sind entscheidend, um die Sehkraft so lange wie möglich zu bewahren.

Was kann ich selbst für meine Augengesundheit tun?

Ein gesunder, „augenfreundlicher“ Lebensstil ist der beste Schutz und unterstützt jede medizinische Therapie.

Wie bereits erwähnt, ist der Verzicht auf das Rauchen der wichtigste Schritt. Jede Zigarette weniger entlastet Ihre Netzhaut. Schützen Sie Ihre Augen zudem konsequent vor UV-Licht durch eine hochwertige Sonnenbrille.
Ernährungstechnisch sind Lutein und Zeaxanthin die „Sonnenbrille von innen“. Diese Pigmente reichern sich in der Makula an und schützen sie. Sie finden sich vor allem in dunkelgrünem Blattgemüse.
Zudem ist es wichtig, Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder hohe Cholesterinwerte gut einstellen zu lassen. Und vergessen Sie nicht die regelmäßigen Kontrollen beim Augenarzt – ab dem 50. Lebensjahr am besten jährlich.

Mit einer vitaminreichen Ernährung, Rauchstopp und UV-Schutz übernehmen Sie aktiv Verantwortung für den Erhalt Ihrer Sehkraft.

Nehmen Sie Veränderungen am zentralen Sehen ernst

Die altersbedingte Makuladegeneration verläuft oft schleichend – und gerade deshalb ist eine frühzeitige Abklärung entscheidend. Wenn Sie Verzerrungen, einen grauen Fleck im Zentrum Ihres Sehens oder Veränderungen beim Lesen bemerken, zögern Sie bitte nicht. Auch ohne akute Beschwerden ist eine regelmäßige Vorsorge ab dem 50. bzw. 60. Lebensjahr ein wichtiger Schritt, um Ihre Sehkraft möglichst lange zu erhalten.

In unserer Privatpraxis IRISIOvital in Siegen nehmen wir uns Zeit für eine präzise Diagnostik, eine verständliche Beratung und eine individuell abgestimmte Therapie. Gemeinsam besprechen wir, was Ihre Augen jetzt brauchen – ruhig, transparent und auf Augenhöhe.

Zögern Sie nicht, einen Termin zu vereinbaren – bequem online oder telefonisch. Ihre Augengesundheit ist bei uns in besten Händen.

Praxis IRISIOvital

Dr. med. Christine Heun
Europastraße 13 · 57072 Siegen
Telefon: 0271 31 30 77 17

Häufig gestellte Fragen (FAQs) 

Werde ich durch die AMD komplett blind?

In der Regel führt die altersbedingte Makuladegeneration nicht zu vollständiger Blindheit. Da „nur“ die Netzhautmitte betroffen ist, bleibt das orientierende Sehen (peripheres Sehen) erhalten. Sie können sich meist weiterhin im Raum bewegen, auch wenn Lesen oder Autofahren schwierig werden können. Wir unterstützen Sie auch bei der Auswahl vergrößernder Sehhilfen, um den Alltag zu meistern.

Darf ich mit AMD noch Autofahren?

Das hängt vom Stadium der Erkrankung und der verbleibenden Sehschärfe ab. Der Gesetzgeber schreibt bestimmte Mindestwerte für den Visus vor. Wenn die zentrale Sehschärfe zu stark abnimmt, ist das Autofahren nicht mehr sicher und auch nicht mehr erlaubt. Wir prüfen dies gerne objektiv für Sie in unserer Praxis.

Hilft eine neue Brille bei Makuladegeneration?

In frühen Stadien kann eine Anpassung der Brille manchmal noch leichte Verbesserungen bringen. Im fortgeschrittenen Stadium liegt das Problem jedoch nicht an der Optik des Auges (Brechkraft), sondern an der „Leinwand“ (Netzhaut). Eine normale Brille kann die geschädigten Netzhautzellen nicht ersetzen. Hier kommen spezielle vergrößernde Sehhilfen (Lupenbrillen, Bildschirmlesegeräte) zum Einsatz.

Ist die AMD erblich?

Ja, es gibt eine genetische Komponente. Wenn Eltern oder Geschwister an einer altersbedingten Makuladegeneration erkrankt sind, ist Ihr eigenes Risiko erhöht. In diesem Fall sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ab dem 50. Lebensjahr besonders wichtig.

Tut die Spritze ins Auge bei der feuchten AMD weh?

Nein, in der Regel nicht. Das Auge wird vor der Injektion mit speziellen Augentropfen betäubt, sodass Sie den Einstich kaum spüren. Patienten berichten meist nur von einem leichten Druckgefühl. Die Angst vor dem Eingriff ist meist größer als die Belastung durch den Eingriff selbst.

Bild von Dr. med. Christine Heun
Dr. med. Christine Heun

Fachärztin für Augenheilkunde

Dr. med. Christine Heun ist Fachärztin für Augenheilkunde und leitet die Praxis IRISIOvital in Siegen, wo sie moderne Augenmedizin mit ganzheitlicher, empathischer Betreuung verbindet.
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