- Tückischer Verlauf: Der Grüne Star (Glaukom) verläuft im Anfangsstadium fast immer symptomfrei und schmerzlos, weshalb er oft zu spät bemerkt wird.
- Schleichender Sehverlust: Erst im fortgeschrittenen Stadium treten Gesichtsfeldausfälle auf, die von außen nach innen wandern und bis zur Erblindung führen können.
- Der einzige Weg zur Erkennung: Nur durch augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen (Augeninnendruckmessung, Sehnerv-Check, OCT) kann die Krankheit rechtzeitig diagnostiziert werden.
- Unterschied zum Grauen Star: Während der Graue Star eine Linsentrübung ist, betrifft der Grüne Star den Sehnerv – entstandene Schäden sind hier irreversibel.
- Therapie in Siegen: In unserer Praxis IRISIOvital setzen wir auf moderne Diagnostik und Therapien (Tropfen, Laser, Stents), um das Augenlicht langfristig zu bewahren.
Grüner Star Symptome: Wie Sie die schleichende Gefahr für Ihre Augen rechtzeitig erkennen
In meiner täglichen Arbeit in der Privatpraxis IRISIOvital in Siegen erlebe ich oft Patienten, die besorgt sind, weil ihre Sehkraft nachlässt. Eine der ernstzunehmenden Diagnosen, über die wir dann sprechen müssen, ist das Glaukom, im Volksmund besser bekannt als „Grüner Star“ – eine fortschreitende Augenerkrankung, die den Sehnerv schädigen kann. Das Tückische an dieser Erkrankung ist ihre Stille. Viele Menschen suchen im Internet nach „Grüner Star Symptome“, in der Erwartung, eine Liste mit klaren Warnzeichen wie Schmerzen oder geröteten Augen zu finden. Doch die Realität der Augenheilkunde sieht leider oft anders aus. In Deutschland zählt das Glaukom zu den wichtigsten Augenerkrankungen und betrifft viele Menschen, weshalb Aufklärung und Früherkennung für die deutsche Bevölkerung besonders relevant sind.
Als Augenärztin, gemeinsam mit anderen Augenärzten und Medizinerinnen, die eine zentrale Rolle bei der Aufklärung, Diagnose und Behandlung von Augenerkrankungen wie dem Grünen Star spielen, ist es mir ein Herzensanliegen, Sie nicht nur medizinisch zu behandeln, sondern umfassend aufzuklären. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen genau erklären, worauf Sie achten müssen, warum das subjektive Empfinden beim Glaukom oft trügt und wieso moderne Diagnostik der einzige Schlüssel zur Sicherheit ist.
Woran erkenne ich Grünen Star eigentlich?
Im frühen Stadium werden Sie den Grünen Star höchstwahrscheinlich gar nicht selbst erkennen, da er völlig symptomfrei verläuft.
Die Glaukomerkrankung entwickelt sich meist schleichend und bleibt lange unbemerkt. Verschiedene Faktoren und Ursachen, wie genetische Veranlagung, Entzündungen, Vorerkrankungen oder äußere Einflüsse, können die Entstehung des Grünen Stars begünstigen.
Um zu verstehen, warum das so ist, müssen wir uns ansehen, was im Auge passiert. Beim Grünen Star steht meist ein erhöhter Augeninnendruck im Mittelpunkt. Das Auge ist mit einer Flüssigkeit gefüllt, dem Kammerwasser, das für den Druck im Augeninneren verantwortlich ist. Die Augenkammer spielt dabei eine zentrale Rolle, da sie den Bereich bildet, in dem das Kammerwasser zirkuliert und so maßgeblich an der Regulation des Augeninnendrucks beteiligt ist. Ist dieser Druck im Verhältnis zur Durchblutung des Sehnervs zu hoch, werden die empfindlichen Nervenfasern, die die Informationen vom Auge zum Gehirn leiten, langsam, aber stetig abgequetscht. Sie sterben ab.
Das Gefährliche daran ist, dass dieser Prozess in der Regel absolut schmerzfrei ist. Ihr Auge sieht von außen völlig normal aus – es ist nicht rot, es tränt nicht und es juckt nicht. Da unser Gehirn ein Meister darin ist, fehlende Bildinformationen zu ergänzen, bemerken Sie auch beim Sehen zunächst keine Lücken. Der Grüne Star wird deshalb oft als „leiser Dieb der Sehkraft“ bezeichnet. Die Schädigung des Sehnervs schreitet voran, wobei eine fortschreitende Aushöhlung des Sehnervenkopfes ein charakteristisches Zeichen ist, ohne dass ein Alarmzeichen gesendet wird.
- Gesichtsfeldausfälle am Rand
- Wahrnehmung wie „Tunnelblick“
- Stolpern über Stufen, weil Bereiche fehlen
- Objekte/Personen seitlich werden übersehen
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die eigene Wahrnehmung kein verlässlicher Indikator für das Vorliegen eines Glaukoms ist, da die Krankheit lange Zeit im Verborgenen agiert.
Welche Symptome treten im Anfangsstadium auf?
Es gibt im klassischen chronischen Verlauf (Offenwinkelglaukom) keine spürbaren Symptome im Anfangsstadium, was die Vorsorge so essenziell macht.
Wenn Betroffene in unsere Praxis in der Europastraße in Siegen kommen und nach dem Anfangsstadium vom grünen Star fragen, muss ich oft erklären, dass das Fehlen von Beschwerden leider keine Entwarnung bedeutet. Die Nervenfasern sterben Stück für Stück ab. Solange noch genügend gesunde Fasern vorhanden sind, kompensieren diese den Verlust. Man kann es sich vorstellen wie bei einem Kabel: Auch wenn einige Drähte durchtrennt sind, fließt der Strom noch durch die verbleibenden – bis zu einem kritischen Punkt.
Bei einigen Betroffenen können Sehstörungen auftreten, insbesondere bei akuten Formen des Glaukoms.
Es gibt eine seltene Ausnahme: den sogenannten Glaukomanfall (Winkelblockglaukom). Hier steigt der Druck extrem schnell und extrem stark an. In diesem Fall – und wirklich nur in diesem akuten Notfall – treten massive Symptome auf: stärkste Augen- und Kopfschmerzen, Übelkeit bis zum Erbrechen, ein steinhartes Auge und Nebelsehen (man sieht Farbbringe um Lichtquellen). Akute Augenschmerzen sind dabei ein zentrales Warnsignal und sollten unbedingt ernst genommen werden. Dies ist jedoch nicht der schleichende Grüne Star, den die meisten Menschen entwickeln, sondern ein medizinischer Notfall.
Man muss sich also merken, dass das typische Glaukom im Anfangsstadium für den Betroffenen unsichtbar bleibt und keine körperlichen Missempfindungen verursacht.
Wie verändert sich das Sehen im fortgeschrittenen Stadium?
Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu charakteristischen Gesichtsfeldausfällen, die meist am Rand beginnen und sich langsam wie ein Tunnelblick ins Zentrum vorarbeiten. Eine zunehmende Einschränkung des Sichtfelds ist dabei ein zentrales Symptom des fortgeschrittenen Glaukoms.
Wenn der Sehnerv bereits stark geschädigt ist, kann das Gehirn die fehlenden Informationen nicht mehr ausgleichen. Es entstehen sogenannte Skotome (Gesichtsfeldausfälle). Wenn Sie nach „Grüner Star Symptome Bilder“ suchen, finden Sie oft Darstellungen, die einen schwarzen Rand zeigen, der immer enger wird. Das beschreibt das Phänomen recht gut, auch wenn Patienten selten „schwarz“ sehen, sondern eher Bereiche einfach „nicht mehr wahrnehmen“.
Stellen Sie sich vor, Sie betrachten ein wunderschönes Landschaftsbild. Bei einem gesunden Auge sehen Sie das gesamte Panorama. Beim fortgeschrittenen Grünen Star beginnen die Ränder des Bildes zu verblassen oder zu verschwinden. Sie sehen vielleicht noch das Haus in der Mitte scharf, aber die Bäume am Rand fehlen. Im Alltag äußert sich das oft dadurch, dass man häufiger stolpert (weil man Stufen oder Bordsteinkanten im unteren Gesichtsfeld nicht sieht) oder im Straßenverkehr Dinge und Personen übersieht, die von der Seite kommen. Wenn die Krankheit unbehandelt bleibt, verengt sich das Sehfeld immer weiter, bis nur noch ein winziger zentraler Ausschnitt bleibt – der erwähnte Tunnelblick – bis hin zur vollständigen Erblindung.
Das fortgeschrittene Glaukom äußert sich durch den irreversiblen Verlust des peripheren Sehens, was die Orientierung im Raum massiv einschränkt. Durch eine rechtzeitige Behandlung kann jedoch das verbleibende Sehvermögen geschützt werden.
Grüner Star vs. Grauer Star: Wie unterscheiden sich die Symptome?
Der wesentliche Unterschied liegt in der Art der Sehstörung: Der Graue Star verursacht ein nebliges, unscharfes Bild, während der Grüne Star das Gesichtsfeld einschränkt.
Oft werden diese beiden Erkrankungen aufgrund ihrer ähnlichen Namen verwechselt, doch medizinisch sind sie grundverschieden. Beim Grauen Star (Katarakt) trübt sich die Augenlinse ein. Die Symptome sind hier ein langsames Nachlassen der Sehschärfe, Farben wirken blasser, und man hat das Gefühl, wie durch einen Schleier oder eine schmutzige Brille zu schauen. Zudem steigt oft die Blendempfindlichkeit, besonders beim Autofahren in der Nacht. In bestimmten Fällen kann eine Kombination aus Katarakt- und Glaukom-Operation sinnvoll sein, um die bestmögliche Sehfähigkeit zu erhalten.
Beim Grünen Star (Glaukom) hingegen bleibt die Sehschärfe im Zentrum oft sehr lange erhalten. Sie können vielleicht noch die kleinste Zeile beim Sehtest lesen, aber Sie nehmen nicht wahr, was rechts und links davon steht. Das ist der entscheidende Unterschied. Zudem ist der Graue Star operativ sehr gut heilbar – die trübe Linse wird gegen eine klare Kunstlinse getauscht. Beim Grünen Star hingegen sind Schäden am Sehnerv, die einmal entstanden sind, nicht mehr rückgängig zu machen. Wir können die Krankheit nur stoppen, nicht heilen.
„Verschleiertes Sehen“ durch eine trübe Linse
Der Graue Star entsteht durch eine langsam zunehmende Trübung der Augenlinse. Betroffene sehen wie durch einen Schleier, Farben wirken blasser und die Blendempfindlichkeit steigt.
- Nebliges, unscharfes Sehen.
- Farben verlieren an Intensität.
- Symptome sind früh sichtbar.
- Operativ gut heilbar durch Linsentausch.
Schleichender Sehverlust durch Sehnervschaden
Der Grüne Star verläuft lange völlig symptomfrei. Erst spät entstehen Gesichtsfeldausfälle, die sich wie ein Tunnelblick entwickeln. Schäden am Sehnerv sind irreversibel.
- Frühe Stadien ohne spürbare Symptome.
- Gesichtsfeldausfälle beginnen an den Rändern.
- Sehschäden bleiben dauerhaft bestehen.
- Therapien stoppen das Fortschreiten.
Es ist wichtig zu verstehen, dass „Grüner Star Grauer Star Symptome“ zwei völlig unterschiedliche Warnsignale des Körpers beschreiben: einmal Trübung der Sicht, einmal Ausfall des Sichtfeldes.
Gibt es einen zuverlässigen Grüner Star Symptom Test für zu Hause?
Nein, es gibt keinen Selbsttest für zu Hause, der einen Grünen Star zuverlässig erkennen oder ausschließen kann – nur der Augenarzt verfügt über die nötige Diagnostik.
Viele Patienten fragen mich, ob sie durch das Abdecken eines Auges oder bestimmte Online-Tests herausfinden können, ob sie betroffen sind. Das ist extrem riskant. Wenn Sie selbst bemerken, dass Teile Ihres Gesichtsfeldes fehlen, sind bereits erhebliche Teile des Sehnervs unwiederbringlich zerstört. Ein Selbsttest schlägt also erst an, wenn es eigentlich schon „zu spät“ ist, um die volle Sehkraft zu retten.
In meiner Praxis IRISIOvital nutzen wir Hochpräzisionsgeräte, um das Glaukom Jahre bevor Sie etwas bemerken, zu identifizieren. Dazu gehört nicht nur die Messung des Augeninnendrucks (Tonometrie), sondern vor allem die Beurteilung des Sehnervenkopfes. Mit der OCT-Technologie (Optische Kohärenztomografie) können wir die Dicke der Nervenfasern auf den Mikrometer genau messen. Wir sehen also, ob die Fasern dünner werden, lange bevor ein Gesichtsfeldausfall im subjektiven Test auftritt. Das ist moderne Vorsorge, die Sicherheit gibt.
Nur eine professionelle augenärztliche Untersuchung mit modernen Geräten kann den Grünen Star in einem Stadium erkennen, in dem die volle Sehkraft noch erhalten werden kann. Eine regelmäßige Früherkennungsuntersuchung ist daher entscheidend, um das Glaukom rechtzeitig zu diagnostizieren und bleibende Schäden zu vermeiden.
Wer ist besonders gefährdet und sollte auf Symptome achten?
Obwohl jeder betroffen sein kann, steigt das Risiko signifikant ab dem 40. Lebensjahr sowie bei familiärer Vorbelastung und Kurzsichtigkeit.
Es gibt bestimmte Risikogruppen, bei denen wir in Siegen besonders genau hinschauen. Das Alter spielt eine große Rolle; ab 40 Jahren empfehlen wir regelmäßige Screenings. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Genetik. Wenn Eltern oder Geschwister bereits am Grünen Star erkrankt sind, ist Ihr eigenes Risiko deutlich erhöht.
Auch die Anatomie des Auges spielt eine Rolle. Menschen mit hoher Kurzsichtigkeit haben oft empfindlichere Sehnerven. Ebenso können Durchblutungsstörungen (wie sehr niedriger Blutdruck oder kalte Hände/Füße) oder Allgemeinerkrankungen wie Diabetes das Risiko steigern. Bei IRISIOvital nehmen wir uns Zeit für eine ausführliche Anamnese – das bedeutet, wir hören Ihnen zu. Wir betrachten nicht nur das Auge isoliert, sondern den ganzen Menschen, um Ihr individuelles Risikoprofil zu erstellen. Mediziner spielen hierbei eine zentrale Rolle, da sie durch ihre fachärztliche Expertise die Risikofaktoren bewerten und Sie gezielt beraten können.
Menschen über 40, Kurzsichtige und Personen mit Glaukom-Fällen in der Familie sollten die Symptomfreiheit nicht als Sicherheit missverstehen und proaktiv zur Vorsorge gehen.
Kurzübersicht: Wer ist besonders gefährdet?
- Alter über 40 Jahre
- Glaukomfälle in der Familie (genetische Vorbelastung)
- Hohe Kurzsichtigkeit
- Sehr niedriger Blutdruck oder Durchblutungsstörungen (z. B. kalte Hände/Füße)
- Allgemeinerkrankungen wie Diabetes
- Individuelle Risikofaktoren, die bei der Anamnese in der Praxis besprochen werden
Die verschiedenen Arten von Grünem Star: Offenwinkel-, Engwinkel- und andere Glaukome
Der Begriff „Grüner Star“ (Glaukom) steht nicht für eine einzelne Erkrankung, sondern für eine ganze Gruppe von Augenerkrankungen, die alle eines gemeinsam haben: Sie können den Sehnerv schädigen und im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. Innerhalb dieser Gruppe gibt es verschiedene Formen, die sich in ihrer Entstehung, ihrem Verlauf und ihrer Behandlung unterscheiden.
Die mit Abstand häufigste Form ist das sogenannte Offenwinkelglaukom. Es macht etwa 80 bis 90 Prozent aller Glaukomfälle aus. Bei dieser Form bleibt der Kammerwinkel – das ist der Bereich, in dem das Kammerwasser aus dem Auge abfließt – offen, aber das feine Trabekelwerk, durch das das Kammerwasser hindurch muss, ist in seiner Funktion gestört. Dadurch staut sich das Kammerwasser, der Augeninnendruck steigt langsam an und es kommt schleichend zur Schädigung des Sehnervs. Das Offenwinkelglaukom verläuft meist symptomlos und wird deshalb oft erst spät entdeckt.
Eine weitere, deutlich seltenere Form ist das Engwinkelglaukom. Hier ist der Kammerwinkel von vornherein zu eng oder wird durch die Iris blockiert, sodass das Kammerwasser nicht mehr richtig abfließen kann. Das kann zu einem plötzlichen, massiven Druckanstieg führen – dem sogenannten Glaukomanfall. Diese Form des Grünen Stars ist ein augenärztlicher Notfall und äußert sich durch starke Schmerzen, Rötung und Sehverschlechterung.
Neben diesen beiden Hauptformen gibt es noch weitere, seltenere Glaukomarten, wie das Normaldruckglaukom (bei normalem Augendruck, aber trotzdem Schädigung des Sehnervs), das angeborene Glaukom (tritt bereits bei Babys oder Kleinkindern auf) oder sekundäre Glaukome, die als Folge anderer Augenerkrankungen oder Verletzungen entstehen.
Jede dieser Formen des Grünen Stars erfordert eine individuelle Diagnostik und Therapie. Entscheidend ist, dass alle Glaukomformen – egal ob Offenwinkelglaukom, Engwinkelglaukom oder eine der seltenen Varianten – unbehandelt zu einem fortschreitenden Verlust der Sehfähigkeit bis hin zur Erblindung führen können. Deshalb ist es so wichtig, die verschiedenen Formen zu kennen und regelmäßig zur augenärztlichen Kontrolle zu gehen, um rechtzeitig handeln zu können.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es, um Symptome zu verhindern?
Je nach Schweregrad und Lebenssituation nutzen wir Augentropfen, sanfte Laserverfahren oder minimalinvasive Implantate, um den Augendruck zu senken.
Wurde ein Grüner Star diagnostiziert, ist das Ziel immer dasselbe: Den Augeninnendruck so weit zu senken, dass der Sehnerv nicht weiter geschädigt wird. Die klassische Therapie beginnt oft mit Augentropfen. Diese müssen jedoch diszipliniert täglich, oft lebenslang, getropft werden. Das erfordert Mitarbeit und Konsequenz.
Für Patienten, die Tropfen nicht vertragen oder eine dauerhaftere Lösung suchen, bieten wir moderne Alternativen an. Die SLT (Selektive Lasertrabekuloplastik) ist ein sehr schonendes Laserverfahren, das den Abfluss des Kammerwassers verbessert und den Druck senkt – ganz ohne Operation im herkömmlichen Sinne. Sollte das nicht reichen, gibt es heute winzige Implantate, sogenannte Stents (MIGS – Minimal Invasive Glaukom Chirurgie). Diese winzigen Röhrchen werden ins Auge eingesetzt, um den Abflusskanal offen zu halten. Erst wenn all diese Maßnahmen nicht greifen, überweisen wir an spezialisierte Kliniken für größere filtrierende Operationen. Dort werden verschiedene Möglichkeiten der Glaukom-Operation angeboten, wie zum Beispiel Stent-Operationen oder kombinierte Eingriffe mit Laser- oder Kataraktoperationen, um den Augeninnendruck effektiv zu regulieren und das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.
In unserer Siegener Praxis erarbeiten wir einen individuellen Therapieplan, der von konservativen Tropfen bis hin zu modernen Laser- und Stent-Verfahren reicht, um Ihr Augenlicht zu schützen.
Wie wird die Diagnose bei IRISIOvital in Siegen gestellt?
Wir kombinieren modernste Technik wie das OCT mit einer persönlichen, ganzheitlichen Betrachtung Ihrer Augengesundheit, um eine präzise Diagnose zu stellen.
Wenn Sie zur Vorsorge zu uns kommen, verlassen wir uns nicht auf einen einzelnen Wert. Der Augeninnendruck allein ist nicht aussagekräftig genug – es gibt Menschen mit hohem Druck, die keinen Schaden nehmen, und Menschen mit normalem Druck, die dennoch ein Glaukom entwickeln (Normaldruckglaukom).
Unsere Diagnostik umfasst:
Augeninnendruckmessung: Als Basiswert.
Pachymetrie: Die Messung der Hornhautdicke, um den Druckwert korrekt zu berechnen.
Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie): Um bereits vorhandene Ausfälle zu finden.
OCT (Optische Kohärenztomografie): Dies ist unser „Blick unter die Oberfläche“. Wir scannen den Sehnerv und messen die Dicke der Nervenfaserschicht. So können wir Veränderungen feststellen, die Jahre vor den ersten Symptomen auftreten.
Beurteilung durch den Facharzt: Ich schaue mir Ihren Sehnerv persönlich durch das Mikroskop an, um Form und Farbe zu beurteilen.
Die Diagnose basiert in unserer Praxis auf einem multimodalen Ansatz, der sicherstellt, dass wir keine Veränderung am Sehnerv übersehen.
Sie möchten Ihr Sehvermögen schützen?
Der Grüne Star verläuft lange unbemerkt – deshalb ist eine regelmäßige Vorsorge der wichtigste Schritt, um Ihre Sehkraft dauerhaft zu erhalten. Wenn Sie unsicher sind, ob bei Ihnen ein Risiko besteht oder Sie eine präzise Untersuchung wünschen, beraten wir Sie gerne persönlich.
Praxis IRISIOvital
Dr. med. Christine Heun
Europastraße 13, 57072 Siegen
Telefon: 0271 31 30 77 17
Häufige Fragen (FAQ)
Kann man erblindeten Sehnerv wieder heilen?
Nein, leider sind Schäden am Sehnerv, die durch ein Glaukom entstanden sind, irreversibel. Abgestorbene Nervenfasern können nicht regeneriert werden. Genau deshalb ist die Früherkennung so immens wichtig: Wir wollen die Sehkraft bewahren, die noch vorhanden ist.
Tut der Grüne Star weh?
In der weit überwiegenden Zahl der Fälle (über 90 %): Nein. Das chronische Offenwinkelglaukom verursacht keinerlei Schmerzen. Nur der sehr seltene, plötzliche Glaukomanfall geht mit massiven Schmerzen einher.
Wie oft muss ich zur Vorsorge?
Wir empfehlen ab dem 40. Lebensjahr eine jährliche Kontrolle des Augeninnendrucks und des Sehnervs. Liegen Risikofaktoren vor (Diabetes, familiäre Belastung), können auch engmaschigere Kontrollen oder ein früherer Start sinnvoll sein.
Führt Grüner Star immer zur Erblindung?
Nein. Wird der Grüne Star rechtzeitig erkannt und konsequent behandelt (durch Tropfen, Laser oder OP), kann die Sehkraft in den allermeisten Fällen lebenslang erhalten bleiben. Die Erblindung ist meist die Folge einer fehlenden Diagnose oder mangelnder Therapietreue.
Ist ein hoher Augeninnendruck immer ein Glaukom?
Nicht zwingend. Man spricht dann von einer „okulären Hypertension“. Ist der Sehnerv dabei völlig gesund, liegt noch kein Glaukom vor. Allerdings haben diese Patienten ein höheres Risiko und müssen engmaschig überwacht werden. Umgekehrt gibt es auch Glaukome bei scheinbar „normalem“ Druck (Normaldruckglaukom).